Diese werden dann über den Hörnerven in das Gehirn weitergeleitet. Erst dort geschieht das eigentliche „Hören".

Das Gehirn verarbeitet die Signale des Hörnerven nicht nur, sondern führt auch eine emotionale Bewertung durch. In die Verarbeitung der Signale fließen also insbesondere Erinnerungen, positive wie negative Erfahrungen und persönliche Interessen mit ein.

Erst durch diese „zentrale“ Verarbeitung wird dann eine Stimme oder ein Geräusch als angenehm oder unangenehm empfunden. Das Gehirn ist zu erstaunlichen Leistungen fähig: es kann Unwichtiges ausblenden und Wichtiges verstärken. So ist ein Verstehen von Gesprochenem (wichtig) z.B. im Café trotz lauter Hintergrundgeräusche (unwichtig) für Normalhörende in der Regel möglich, Schwerhörige bemerken hier jedoch häufig die ersten Symptome der Erkrankung.
Ist eine Stelle dieses Verarbeitungswegs gestört, ist „richtiges“ Hören nicht mehr möglich. In vielen Fällen kann Betroffene „Schwerhörigen“ jedoch geholfen werden.

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